S.O.S. – Klinik in Not

BI Klinik Niebüll empfiehlt: „Ja“ zum Bürgerentscheid!

Kommenden Sonntag wird über die Zukunft insbesondere der Kliniken in Husum und Niebüll abgestimmt. Nach eingehender Prüfung empfiehlt die Bürgerinitiative Klinik Niebüll, die vorliegende Frage mit „Ja“ zu beantworten und somit die Weiterentwicklung der nordfriesischen Kliniken zu sichern.

Viele Fragen haben die Bürgerinnen und Bürger rund um diesen Bürgerentscheid an uns gestellt, zu denen wir gerne Stellung beziehen wollen.

Geburtshilfestationen

Sehr oft wird gesagt, dass man eigentlich nicht mit „Ja“ stimmen könne, da dadurch auch der Schließung der Geburtshilfen zugestimmt würde. Dies stimmt so nicht, da außer der Geburtshilfe in Husum bereits alle anderen geschlossen sind und somit darüber nicht mehr abgestimmt wird. Ein „Nein“ würde daran auch nichts ändern. Für Niebüll gibt es weiterhin die Aussage des Kreises, dass eine Geburtshilfe wieder eingerichtet wird, wenn ausreichend Ärzte und Hebammen gefunden würden.

Niebüll bekommt viel weniger Geld als Husum

Von den insgesamt ca. 48 Mio Euro sind ca. 40 Mio Euro für Investitionen in Husum vorgesehen und ca. 8 Mio Euro für Niebüll. Dieses Ungleichgewicht wird ebenfalls kritisiert.

Insbesondere der Neubau des Bettenhauses sowie die Erweiterung der Geburtshilfe wird als weiterer Schritt zu Lasten Niebülls gesehen. Dies ist nicht so. Aufgrund der bereits erfolgten Schließung der Klinik in Tönning hat die Klinik Husum weitere Betten hinzu bekommen. Da bereits vorher nicht genügend Kapazitäten vorhanden waren ist die Erweiterung nicht nur im Sinne des Klinikums sondern auch im Interesse der Patienten. Gleiches gilt für den vorgesehenen weiteren Kreißsaal, der aufgrund der gestiegenen Geburtenzahlen notwendig ist. Hierbei ist festzustellen, dass das Mehr an Geburten nur zu einem geringen Teil durch Patientinnen aus dem Norden des Kreises kommt.

Weiterhin für Husum vorgesehen ist der Neubau des Hubschrauberlandeplatzes, der in seiner jetzigen Lage luftfahrtrechtlich nicht auf Dauer zulässig ist und auch von Seiten der Berufsgenossenschaften nicht akzeptiert wird. Entgegen ursprünglichen Planungen eines Landeplatzes auf dem bestehenden Gebäude für 4,5 Mio Euro ist dieser auf dem Bettenhaus für 2,5 Mio Euro zu realisieren.

Ein großer Posten für Husum ist der Neubau der zentralen Sterilgutversorgung, welcher ebenfalls im Neubau untergebracht werden soll.

Sowohl in Husum als auch in Niebüll sind Sanierungen sowie Optimierungen im Bereich der OP-Säle vorgesehen. In Husum sind hier größere Anpassungen notwendig als in Niebüll.

Durch die auch in Niebüll steigende Bettenzahl wird es auch in der Klinik Niebüll umfangreichere Optimierungen geben. Dies berichtete der Geschäftsführer Christian von der Becke Anfang April im Sozialausschuss der Stadt Niebüll. So sollen nicht nur die im Krankenhausplan vorgesehenen 126 Betten vorgehalten werden sondern darüber hinaus weitere Betten, um auch für den häufiger eintretenden Fall der Auslastung über 100% gerüstet zu sein. Patienten sollen in diesen Fällen nicht mehr auf dem Flur liegen müssen.

Die Geschäftsführung zieht alles nach Husum

Immer noch hören wir in Gesprächen, dass kein Vertrauen in die Geschäftsführung besteht.

Dies war in der Vergangenheit auch bei uns so, weshalb wir im März vergangenen Jahres einen neuen Geschäftsführer gefordert haben. Bereits am Tag seines Dienstantritts haben wir den neuen Geschäftsführer Christian von der Becke zu einem Gespräch mit dem Organisationsteam eingeladen, welches wir Anfang Juli bereits hatten. Wir lernten dort eine Person kennen, die sehr offen Themen ansprach und bereits zu dem Zeitpunkt ein ganz klares Bekenntnis für den Standort Niebüll abgab. Sein Handeln in den folgenden Monaten sowie seine öffentlichen Stellungnahmen der letzten Monate bestätigten diesen Eindruck, so dass wir feststellen können: Das Misstrauen, welches der damaligen Geschäftsführung gegenüber herrschte ist nicht angebracht. Genau hinschauen und Missstände ansprechen müssen und werden wir aber trotzdem weiterhin.

Bedeutende Forderungen wurden erfüllt

Neben der Forderung der BI nach einem neuen Geschäftsführer wurde auch unsere Forderung nach Erhalt der Standorte in Husum und Niebüll und Ablehnung eines zentralen Klinikneubaus erfüllt. Die Klinik Niebüll bleibt wie gefordert ein Haus der Grund- und Regelversorgung mit 24-Stunden-Notfallversorgung und Intensivabteilung. Unsere Forderung nach einer Geburtshilfe in Niebüll besteht weiterhin.

„Ja“ für Niebüll

Für die Zukunft sehen wir das Schiff „Klinikum NF“ derzeit auf einen guten Weg durch das unruhige Meer „Gesundheitswesen“. Zunehmend mehr Auflagen und sog. Qualitätsvorgaben machen es insbesondere den kleinen Häusern der Grund- und Regelversorgung – wie denen in Nordfriesland – schwer in einem unnötigen Wettbewerb zu bestehen. Die Bekenntnis aller Kreistagsfraktionen zum Klinikum NF ist ein erstes gutes Zeichen, die Diskussion zukünftig zum Wohle der Kliniken in NF und damit für eine wohnortnahe Grund- und Regelversorgung zu führen. Das im aktuellen Umfeld sehr schwierige Thema der Geburtshilfe in NF wird nicht einfach zum Wohle der Familien zu lösen sein. Hier werden individuelle Lösungen für Sylt, Föhr und Niebüll gemeinsam mit den Hebammen und Ärzten vor Ort gefunden werden müssen. Auch hierfür haben die Kreistagsfraktionen Unterstützung angeboten.

Um die Zukunftsfähigkeit herzustellen ist es aber zunächst notwenig, am kommenden Sonntag beim Bürgerentscheid mit „Ja“ zu stimmen und die Kliniken in ruhiges Fahrwasser zu bringen!


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